Geschäftsnummer: | 24.440 |
Eingereicht von: | Candan Hasan |
Einreichungsdatum: | 14.06.2024 |
Stand der Beratung: | - |
Zuständigkeit: | - |
Schlagwörter: | Einsatz; Mährobotern; Schnittgeräten; Wildtiere; Waldrand; Hecken; Säumen; Biotope; Gefahr; Tiere; Schutz; Waldgesetz; Natur; Heimatgesetz; Verordnungen; Verletzungen; Wildtieren; Lebensräumen; Folge |
Der Einsatz von Mährobotern und weiteren Schnittgeräten am Waldrand, entlang von Hecken oder Säumen wertvoller Biotope, stellen eine erhebliche Gefahr für wildlebende Tiere dar. Um den Schutz der Wildtiere zu gewährleisten, soll das Waldgesetz und das Natur- und Heimatgesetz resp. die entsprechenden Verordnungen dahingehend angepasst werden, dass der Einsatz von Mährobotern und weiteren problematischen Schnittgeräten nicht mehr zu erheblichen Verletzungen von Wildtieren in den genannten Lebensräumen zur Folge haben kann.
Der Waldrand bietet besonders vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. In vielen Gemeinden des Schweizer Mittellandes sind Waldränder oft die letzten Orte, wo noch Eidechsen, Blindschleichen und Igel leben oder wo man regelmässig den Feldhasen beobachten kann. Das beträchtliche ökologische Potenzial von Waldrändern lässt sich durch Pflegemassnahmen zusätzlich vergrössern und muss erhalten bleiben. Umgekehrt können der Einsatz von Mährobotern und anderen Schnittgeräten, wildlebende Tiere am Waldland stark verletzen oder töten. Der Druck auf den Lebensraum der Waldränder hat insbesondere im Siedlungsgebiet stark zugenommen. Der Einsatz autonomer Mähroboter ist stark angestiegen und deren Einsatz an Waldrändern stellt nicht nur, aber insbesondere für dämmerungs- und nachtaktive Tiere eine Gefahr dar. Dazu gehören Reptilien, Amphibien, Insekten, Spinnen und kleine oder junge Säugetiere – sie werden überrollt und zerstückelt. Am direktesten betroffen sind junge Igel oder andere Tiere, welche sich bei Gefahr klein machen. Wenn Igel in Gefahr sind, rollen sie sich instinktiv zusammen und zeigen dem Feind so ihr stachliges Kleid. Gegen natürliche Feinde wie Fuchs und Uhu ist das zwar eine effektive Strategie, aber beim Mähroboter nutzlos. Die Tiere werden nicht als Hindernis erkannt und der Roboter fährt weiter. So werden z. B. Igel schwer verletzt oder getötet, die Igelstationen berichten von einer Zunahme von Igeln mit Verletzungen. Durch den Einsatz von Fadenmähern, Motorsensen oder Mähquetschern können Wildtiere ebenso erheblich verletzt oder getötet werden.
Ebenso bieten Hecken, Siedlungsränder und Säume von wertvollen Biotopen wie die Waldränder wichtige Lebensräume und Rückzugorte für wildlebende Tiere, weshalb auch diese vor den negativen Einflüssen von Mährobotern und potentiell problematischen Schnittgeräten geschützt werden müssen.